Eine Quote ist ein Preis, keine Prognose
Erst der Vergleich von eigener Wahrscheinlichkeit und impliziter Marktchance zeigt, ob eine hohe Quote tatsächlich Value bietet.

Was eine Value-Wette tatsächlich ausmacht
Eine hohe Quote zieht den Blick auf den möglichen Gewinn. Für sich genommen sagt sie jedoch wenig darüber aus, ob eine Wette attraktiv ist. Entscheidend ist das Verhältnis zwischen der angebotenen Quote und der geschätzten tatsächlichen Wahrscheinlichkeit des Ereignisses. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die Quote das Ereignis grosszügiger bewertet, als es die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung rechtfertigt.
Damit sind zwei Perspektiven im Spiel. Der Buchmacher versieht ein mögliches Ergebnis mit einer Quote, aus der sich eine implizite Wahrscheinlichkeit ablesen lässt. Daneben steht die Einschätzung, wie wahrscheinlich dieses Ergebnis tatsächlich ist. Liegt die eigene Schätzung über der vom Buchmacher ausgedrückten Wahrscheinlichkeit, kann die Wette Value haben. Der Begriff bezeichnet also einen angenommenen Preisvorteil, keine Eigenschaft des Spiels und erst recht keinen Hinweis auf einen sicheren Ausgang.
Die Differenz lässt sich als knappe Formel ausdrücken: Value = (eigene Wahrscheinlichkeit × Marktquote) − 1. Ein positives Ergebnis weist nach dieser Definition auf Value hin. Die Formel klingt eindeutiger, als die Ausgangslage ist: Die eigene Wahrscheinlichkeit ist eine Schätzung. Selbst eine sauber formulierte Rechnung kann deshalb eine ungenaue Einschätzung nicht in Wissen verwandeln. Die Rechenlogik macht eine Annahme sichtbar; sie bestätigt nicht, dass diese Annahme stimmt.
Auch die Quote erzählt keine unabhängige Wahrheit. Bei einem Wettmarkt liegen die impliziten Wahrscheinlichkeiten der möglichen Ausgänge zusammengenommen über hundert Prozent. Dieser Überschuss bildet die Marge des Buchmachers. Wer eine einzelne Quote betrachtet, sieht daher nicht einfach eine neutrale Prognose des Ereignisses. Der angebotene Preis ist Teil eines Marktes, in dem die Ausgänge zusammen bewertet werden und der Anbieter seine Marge berücksichtigt.
Gerade deshalb ist „hohe Quote“ kein Synonym für Value. Eine Aussenseiterquote kann hoch sein, weil der betreffende Ausgang tatsächlich wenig wahrscheinlich ist. Umgekehrt kann eine niedrigere Quote interessant sein, wenn die eigene begründete Einschätzung dem Ergebnis mehr Chancen einräumt, als der Preis nahelegt. Massstab ist nicht die Grösse der Zahl auf dem Wettschein, sondern die Relation zwischen Wahrscheinlichkeit und Quote. Wer nur auf einen möglichen hohen Gewinn schaut, verwechselt Preis mit Vorteil.
Der mögliche Vorteil zeigt sich zudem nicht zuverlässig bei einer einzelnen Wette. Eine Wette mit Value kann verlieren, auch wenn die Einschätzung langfristig tragfähig wäre. Ein Tor, ein Fehler oder ein anderer Spielverlauf entscheidet über den konkreten Ausgang; eine einzelne Niederlage widerlegt die zugrunde liegende Wahrscheinlichkeit nicht automatisch. Ebenso beweist ein Gewinn nicht, dass eine Wette Value hatte. Zufall und Qualität der Entscheidung sind zwei verschiedene Dinge.
Erst über viele vergleichbare Entscheidungen könnte sich ein Vorteil bemerkbar machen. Das bleibt eine Erwartung, keine Zusage: Fehleinschätzungen können sich wiederholen, und Verlustserien sind auch bei einer funktionierenden Strategie möglich. Value-Wetten sind deshalb weder ein sicheres Mittel zur Gewinnmaximierung noch eine Geldanlage oder Quelle regelmässigen Einkommens. Kleine Einsätze und eine langfristige Prüfung der eigenen Fähigkeit, Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen, gehören zur nüchternen Einordnung.
Im Schweizer Rahmen ist diese Zurückhaltung mehr als eine Frage des Stils. Sportwetten um Geld sind nicht einfach ein beliebiges Online-Angebot; ausländische Buchmacher sind für Einwohnerinnen und Einwohner nicht zugelassen, und bei unbewilligten Online-Wetten kann der Einsatz verloren gehen. Zudem besteht bei bestimmten Sportereignissen das Risiko von Wettbewerbsmanipulation. Eine scheinbar ungewöhnliche Quote muss daher nicht auf eine übersehene Gelegenheit hindeuten. Sie kann auch Anlass sein, die Grundlage der eigenen Einschätzung besonders kritisch zu betrachten.
Sportwetten-Anbieter für Value Bets vergleichen
Für eine Value-Bet-Strategie zählen vor allem nachvollziehbare Quoten und die Möglichkeit, angebotene Preise mit einer eigenen Wahrscheinlichkeitseinschätzung abzugleichen. Ebenso wichtig sind die verfügbaren Wettbereiche und Live-Funktionen, sofern sie zur betrachteten Sportart passen. Boni sollten anhand ihrer Bedingungen und nicht nur ihrer Höhe bewertet werden. Zahlungsmethoden, Auszahlungsdauer und Mindesteinzahlung beeinflussen den praktischen Einsatz. Verlustlimits, Auszeiten und Selbstausschluss gehören ebenfalls in den Vergleich, weil sie den Rahmen für kontrolliertes Wetten setzen.
| Anbieter | Betreiber | Auszahlungsgeschwindigkeit | Mindesteinzahlung | Zahlungsmethoden | Merkmale |
|---|---|---|---|---|---|
| Jouez Sport | Société de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande) | bis zu 3 Werktage (Antrag Mo–Do), bis zu 6 Werktage (Antrag Fr–So) | — | TWINT, Visa | Cash-out, iOS-App |
| Sporttip | Swisslos Interkantonale Landeslotterie | 5–10 Arbeitstage | 10 CHF | TWINT, PostFinance, Kreditkarte | Livewetten, Live-Statistiken, iOS-App, Android-App |
| Instant Casino | — | sofort, bei manueller Prüfung bis zu 24 Stunden | — | Visa, Mastercard | Livewetten, Casino, Live-Casino |
| Betalright | — | — | 10 CHF | Visa, Mastercard, Paysafecard, USDT | Casino, Live-Casino |
| BC.Game | Twocent Technology Limited | — | — | Bitcoin, Ethereum, USDT, Dogecoin, TRON … | Livewetten, E-Sport, Casino, Live-Casino |
| Gransino | — | bis zu 3 Werktage | 10 CHF | Bitcoin, Ethereum | — |
| Wettigo | Blue Pepper B.V. | sofort bis 3–7 Tage (je nach Methode) | 10 CHF | — | — |
| VegasHero | — | bis zu 3 Werktage | 10 CHF | Bitcoin, Ethereum | Wett-Konfigurator, Frühe Auszahlung |
| Roobet | Raw Entertainment B.V. | — | 10 $ | Bitcoin, Ethereum, Litecoin, USDT, USDC … | Casino, Krypto-Zahlungen |
| MyStake | GTW B.V. | — | 20 € | — | Livewetten, E-Sport, Virtuelle Sportarten, Casino |
Jouez Sport
Jouez Sport verbindet Sportwetten mit einer Cash-out-Funktion, die bei der laufenden Wettplanung eine Rolle spielen kann. Zum Angebot gehören ausserdem eine iOS-App und Zahlungen per TWINT oder Visa. Auszahlungsanträge werden bei Einreichung von Montag bis Donnerstag innerhalb von bis zu drei Werktagen bearbeitet; bei Anträgen von Freitag bis Sonntag kann es bis zu sechs Werktage dauern. Betreiber ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande). Die iOS-App bietet einen mobilen Zugang zu den Sportwetten. Für verantwortungsvolles Spielen gibt es Verlustlimiten, einen vorübergehenden Spielausstieg von einem Tag bis sechs Monaten und eine unbefristete freiwillige Spielsperre.
Sporttip
Sporttip kombiniert Livewetten und Live-Statistiken mit mobilen Apps für iOS und Android. Die Lizenz der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa) umfasst das Sportwettenangebot. Einzahlungen sind per TWINT, PostFinance oder Kreditkarte möglich; die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Auszahlungen dauern fünf bis zehn Arbeitstage. Betreiber ist Swisslos Interkantonale Landeslotterie. Für verantwortungsvolles Spielen lassen sich Verlustlimiten pro Tag sowie für sieben und 30 Tage festlegen, separat für Sporttip. Dazu kommen eine freiwillige Spielsperre von einem bis 180 Tagen und eine unbefristete Spielsperre. Live-Statistiken stehen neben den Livewetten als Produktmerkmal.
Instant Casino
Instant Casino bietet Livewetten neben Casino und Live-Casino und verbindet damit Sport- und Casinoprodukte. Auszahlungen erfolgen sofort; bei einer manuellen Prüfung kann die Bearbeitung bis zu 24 Stunden dauern. Einzahlungen sind mit Visa und Mastercard möglich. Für verantwortungsvolles Spielen steht ein Selbstausschluss über den Support zur Verfügung, der sechs Monate bis fünf Jahre umfasst. Die Livewetten gehören zum Sportangebot, während Casino und Live-Casino weitere Bereiche des Produkts bilden. Die genannten Zahlungswege beschränken sich auf Visa und Mastercard.
Betalright
Betalright bietet Casino und Live-Casino als zentrale Produktbereiche. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF. Für Zahlungen stehen Visa, Mastercard, Paysafecard und USDT zur Verfügung. Damit umfasst das Angebot sowohl Karten als auch Paysafecard und USDT als Zahlungsmethoden. Casino und Live-Casino ergänzen das Produktangebot; bei der Betrachtung des Sportwettenangebots sind diese Bereiche von den Wettmöglichkeiten zu unterscheiden. Die Einzahlungsgrenze und die vier genannten Zahlungswege bilden die weiteren konkreten Eckpunkte des Angebots.
BC.Game
BC.Game verbindet Livewetten und E-Sport mit Casino und Live-Casino. Bei den Zahlungen stehen Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, USDT, Dogecoin und TRON zur Verfügung. Betreiber ist Twocent Technology Limited. Für verantwortungsvolles Spielen gibt es Selbstausschluss und Limit-Tools in den Kontoeinstellungen. Die Livewetten und das E-Sport-Angebot bilden die sportbezogenen Bereiche; Casino und Live-Casino ergänzen sie um weitere Produktbereiche. Die verfügbaren Krypto-Zahlungsmethoden umfassen die genannten Währungen.
Gransino
Gransino nennt Bitcoin und Ethereum als Zahlungsmethoden und setzt die Mindesteinzahlung auf 10 CHF. Auszahlungen können bis zu drei Werktage dauern. Damit stehen zwei Kryptowährungen für Zahlungen zur Verfügung, während die Auszahlung innerhalb des genannten Zeitraums abgewickelt wird. Die Mindesteinzahlung liefert einen weiteren konkreten Anhaltspunkt für den Einstieg.
Wettigo
Wettigo bietet Einsatz- und Verlustlimits sowie Auszeiten von einem, sieben, 30 oder 90 Tagen und einen Selbstausschluss für ein Jahr. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Auszahlungen erfolgen je nach Methode sofort oder dauern drei bis sieben Tage. Betreiber ist Blue Pepper B.V. Die Auswahl an Schutzfunktionen umfasst damit Limits, zeitlich gestaffelte Auszeiten und einen Selbstausschluss. Bei der Planung des Wettbudgets sind neben diesen Instrumenten die Mindesteinzahlung und die je nach Methode unterschiedliche Auszahlungsdauer zu berücksichtigen.
VegasHero
VegasHero führt einen Wett-Konfigurator und eine Funktion für frühe Auszahlung als Produktmerkmale. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF; als Zahlungsmethoden stehen Bitcoin und Ethereum zur Verfügung. Auszahlungen können bis zu drei Werktage dauern. Der Wett-Konfigurator und die frühe Auszahlung ergänzen das Angebot um zwei Funktionen rund um Sportwetten. Die beiden Kryptowährungen bilden die genannten Zahlungswege. Zusammen mit der Mindesteinzahlung und der möglichen Auszahlungsdauer ergeben sich die konkreten Punkte, anhand derer sich der praktische Umgang mit dem Angebot einordnen lässt.
Roobet
Roobet verbindet Casino und Krypto-Zahlungen; als Zahlungsmethoden werden Bitcoin, Ethereum, Litecoin, USDT und USDC genannt. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 $. Betreiber ist Raw Entertainment B.V. Für verantwortungsvolles Spielen lassen sich in den Kontoeinstellungen eine Auszeit (Time-out) und ein Selbstausschluss nutzen. Casino und Krypto-Zahlungen bilden die genannten Produktmerkmale. Die aufgeführten Währungen umfassen Bitcoin, Ethereum, Litecoin, USDT und USDC; die Einzahlungsschwelle ist in US-Dollar angegeben.
MyStake
MyStake bündelt Livewetten, E-Sport und virtuelle Sportarten mit einem Casino-Angebot. Die Mindesteinzahlung liegt bei 20 €. Betreiber ist GTW B.V. Für verantwortungsvolles Spielen können Tages-, Wochen- und Monats-Einzahlungslimits über den Kundenservice eingerichtet werden; ausserdem gibt es Auszeit und Selbstausschluss. Die drei sportbezogenen Bereiche unterscheiden sich nach Wettformat und ergänzen das Casino. Die Limits beziehen sich auf Einzahlungen und decken Tages-, Wochen- sowie Monatszeiträume ab.
Worauf die Auswahl hinausläuft
Für eine Value-Wette bleibt die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung der Ausgangspunkt; Produktfunktionen ersetzen weder sie noch den Vergleich der Quoten. Die Auswahl lässt sich zusätzlich anhand der angebotenen Wettbereiche, Zahlungswege, Auszahlungsdauer und Mindesteinzahlung einordnen. Limits, Auszeiten und Selbstausschluss sind weitere Aspekte der persönlichen Planung. Bonusbedingungen sollten bei einem Bonus separat geprüft werden.
Die eigene Wahrscheinlichkeit vor dem Markt bilden
Eine Einschätzung gewinnt an Aussagekraft, wenn sie entsteht, bevor die Quoten bekannt sind. Wer zuerst den Preis sieht, lässt sich leicht von einer scheinbar eindeutigen Favoritenrolle oder einer auffällig hohen Zahl leiten. Für jedes interessante Spiel sollte deshalb zunächst eine eigene Prognose stehen: Welche Mannschaft hat unter den gegebenen Umständen die besseren Aussichten, und wie sicher ist diese Einschätzung? Die Notiz muss nicht ausgefeilt sein. Wichtig ist, dass sie nicht nachträglich an eine bereits gesehene Quote angepasst wird.
Eine solche Prognose ist mehr als ein Bauchgefühl, aber auch keine objektive Messung. Eine fundierte Analyse kann etwa die bisherige Leistung, die Spielweise und die konkrete Ausgangslage berücksichtigen. Erfahrung hilft, wiederkehrende Muster einzuordnen; sie kann allerdings ebenso dazu verleiten, vertraute Erklärungen für verlässlicher zu halten, als sie sind. Eine Lieblingsmannschaft, ein bekanntes Gesicht oder die Erinnerung an ein jüngstes Ergebnis färben das Urteil schnell. Die eigene Sicherheit ist dann noch kein Beleg für die Qualität der Prognose.
Empfehlenswert
- Eigene Prognose vor der Kenntnis der Quoten erstellen
- Gründe für die Einschätzung schriftlich festhalten
- Prognosen langfristig aufzeichnen und prüfen
Zu vermeiden
- Einschätzung an eine bereits gesehene Quote anpassen
- Sich von einer hohen Quote zur Prognose leiten lassen
- Einzelne Treffer als Beleg für dauerhafte Fähigkeit sehen
Gerade bei Sportwetten entsteht daraus eine besondere Versuchung: Die Marktquote wirkt wie ein Urteil, mit dem sich die eigene Einschätzung messen lässt. Doch bevor dieser Vergleich beginnt, braucht es einen eigenen Standpunkt. Sonst wird aus der Analyse leicht eine nachträgliche Begründung dafür, weshalb eine sichtbare Quote attraktiv erscheinen soll. Eine hohe Quote ist für sich genommen kein Hinweis darauf, dass ein Ereignis wahrscheinlicher ist, als der Markt annimmt. Auch eine selbstbewusst formulierte Prognose ändert daran nichts.
Hilfreich ist, nicht nur eine Vorhersage festzuhalten, sondern auch kurz zu notieren, worauf sie beruht. Später lässt sich dann unterscheiden, ob eine Einschätzung aus einem wiederkehrenden Argument entstand oder bloss aus einer Erinnerung, die besonders präsent war. Einzelne richtige Tipps belegen keine verlässliche Fähigkeit; einzelne falsche widerlegen sie ebenfalls nicht. Erst eine langfristige Aufzeichnung kann zeigen, ob die Prognosen wiederholt gut kalibriert waren. Die eigene Urteilskraft bleibt dabei überprüfbar, nicht unfehlbar.
Auch die Schweizer Regeln setzen den Rahmen, in dem diese Entscheidungen stattfinden. Sportwetten und Poker dürfen Schweizer Spieler:innen nur bei Schweizer Casinos und Lotterien platzieren. Ab 18 Jahren sind Wetten über die Websites von Sporttip von Swisslos oder Jouez Sport der Loterie Romande möglich. Diese Begrenzung ist Teil eines staatlich geordneten Glücksspielmarkts; sie macht eine einzelne Prognose aber nicht verlässlicher. Bei unbewilligten Online-Wetten kann zudem der Einsatz verloren gehen, und bei ausländischen Anbietern ist eine Auszahlung von Gewinnen nicht garantiert.
Eine Strategie, die auf eigener Einschätzung beruht, ist deshalb weder Geldanlage noch Weg zu regelmässigem Einkommen. Auch eine sorgfältige Prognose kann danebenliegen, und Verlustserien bleiben möglich. Kleine Einsätze begrenzen, was eine Fehleinschätzung kostet; verlorenes Geld durch grössere oder zusätzliche Wetten zurückholen zu wollen, verschärft das Risiko. Einzahlungslimits, Einsatzgrenzen und Sitzungs-Timer lassen sich zur Selbstbegrenzung einsetzen. Wer beim Spielen Unterstützung braucht, findet Beratung bei Careplay und Spielsucht Schweiz.
Value berechnen, ohne die Marge auszublenden
Für die Rechnung stehen zwei Grössen nebeneinander: die eigene Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und die angebotene Quote. Wird die Wahrscheinlichkeit in Prozent eingesetzt, ergibt ihre Multiplikation mit der Quote, geteilt durch 100, den Prüfwert. Liegt er über 1, spricht die Rechnung für Value. Ein Ergebnis darunter weist rechnerisch keinen solchen Vorteil aus.
Die eigene Quote lässt sich ebenfalls aus der Wahrscheinlichkeit ableiten: 100 geteilt durch die geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit in Prozent. Sie beschreibt, welche Quote dieser Einschätzung entspricht. Liegt das Angebot darüber, kann die Differenz auf Value hindeuten. Sie ist jedoch nur so belastbar wie die zugrunde gelegte Prognose; eine präzise Rechnung macht eine unsichere Schätzung nicht verlässlicher.
Auch die Buchmachermarge gehört in die Einordnung. Bei Dezimalquoten entspricht die implizierte Wahrscheinlichkeit dem Kehrwert der Quote. Addiert man die implizierten Wahrscheinlichkeiten sämtlicher Ausgänge eines Marktes, liegt die Summe über 100 Prozent; dieser Überschuss bildet die Marge. Ein Vergleich mit der eigenen Einschätzung, der diesen Effekt ignoriert, kann einen Vorteil grösser erscheinen lassen, als er ist.
Hohe Quoten allein liefern keinen Beleg: Sie können schlicht eine geringe Eintrittschance widerspiegeln. Ebenso wenig wird aus einem positiven Rechenergebnis ein sicherer Gewinn. Bei einer fehlerhaften Wahrscheinlichkeitsschätzung kippt die Rechnung mit. Deshalb bleiben Einsätze klein, und die eigene Fähigkeit, Value zu erkennen, wird über viele Platzierungen hinweg überprüft. Verluste gehören auch bei einer sinnvollen Methode dazu; sie durch höhere oder zusätzliche Einsätze ausgleichen zu wollen, verschärft das Risiko.
Quoten systematisch auf Value prüfen
Ein einzelner hoher Kurs ist noch kein Hinweis auf eine lohnende Gelegenheit. Aussagekräftiger wird der Vergleich, wenn dieselbe Wettart bei mehreren seriösen Anbietern betrachtet wird. Für Personen in der Schweiz muss dieser Vergleich innerhalb des zulässigen Angebots bleiben: Sportwetten dürfen hier nur bei Schweizer Casinos und Lotterien platziert werden. Ausländische Wettanbieter sind nicht zugelassen; bei unbewilligten Online-Wetten kann zudem der Einsatz verloren gehen, und eine Auszahlung von Gewinnen durch ausländische Anbieter ist nicht gesichert.
Damit aus dem Quotenvergleich ein brauchbares Verfahren wird, braucht es eine feste Reihenfolge. Zuerst wird die eigene Einschätzung für das Spiel festgehalten, danach werden die verfügbaren Kurse verglichen und die tatsächlich gewählte Quote notiert. So lässt sich später nachvollziehen, ob eine vermeintliche Abweichung des Marktes wiederholt auftrat oder nur im Rückblick überzeugend wirkte. Eine Tabelle kann dafür die geschätzte Wahrscheinlichkeit, die Quote zum Zeitpunkt der Platzierung, die Schlussquote kurz vor Spielbeginn und das Ergebnis erfassen.
Die Auswertung über viele Wetten zeigt eher als ein einzelner Treffer, ob die Einschätzungen tragfähig waren. Auch eine passende Quote schützt nicht vor Verlustserien. Kleine Einsätze halten den finanziellen Druck begrenzt; verlorenes Geld mit höheren oder zusätzlichen Wetten zurückholen zu wollen, verschlechtert die Entscheidungsgrundlage. Bei bestimmten Sportereignissen kommt ausserdem das Risiko einer Wettbewerbsmanipulation hinzu, das sich nicht durch Quotenvergleich beseitigen lässt. Sportwetten bleiben ein Glücksspiel, keine Geldanlage und keine verlässliche Einkommensquelle.
Wie schätzt man die Wahrscheinlichkeit bei einer Value Bet ein?
Du bildest zuerst eine eigene Prognose, unabhängig von den Quoten, und stützt sie etwa auf die bisherige Leistung, Spielweise und Ausgangslage. Erfahrung kann helfen, sollte aber nicht mit Sicherheit verwechselt werden.
Woran erkennt man eine Value Bet?
Du vergleichst deine geschätzte Wahrscheinlichkeit mit der vom Buchmacher implizierten Wahrscheinlichkeit. Ist deine Schätzung höher, kann die Wette Value haben; rechnerisch gilt das, wenn deine Wahrscheinlichkeit multipliziert mit der Quote und geteilt durch 100 über 1 liegt.
Ist eine Value Bet immer lohnend?
Nein, auch eine Wette mit Value kann verlieren. Ein möglicher Vorteil zeigt sich allenfalls über viele vergleichbare Wetten hinweg und ist keine Gewinngarantie.
Wie einfach ist es, in der Schweiz zu wetten?
Ausländische Buchmacher sind für Einwohnerinnen und Einwohner nicht zugelassen.
Wie berechnet man die eigene faire Quote?
Du teilst 100 durch deine geschätzte Wahrscheinlichkeit in Prozent. Diese eigene Quote kannst du dann mit der angebotenen Quote vergleichen.
Warum sollte ich meine Prognose vor dem Blick auf die Quote erstellen?
So verringerst du das Risiko, deine Einschätzung nachträglich an eine auffällige Quote anzupassen. Halte auch kurz fest, worauf deine Prognose beruht.
Tipps & Strategien für Sportwetten verstehen
Inhalt erstellt vom Team «onlinewettenguidech.com»


