Die Quote verrät mehr als den möglichen Gewinn
Quotenvergleich, Anbietermarge und Schweizer Konzession zeigen, wie Zahlen und Regeln den Wettmarkt prägen.

Wettquoten lesen: Was hinter der Zahl steht
Eine Wettquote ist zugleich eine mögliche Auszahlung und ein rechnerischer Hinweis auf die Einschätzung eines Ereignisses. Je höher die Dezimalquote, desto kleiner die Wahrscheinlichkeit, die sich aus ihr ableiten lässt. Die Rechnung ist knapp: Eins geteilt durch die Quote. Bei einer Quote von 2.00 ergibt das eine implizite Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Diese Zahl beschreibt die in der Quote enthaltene Einschätzung, nicht eine Gewissheit über den späteren Spielausgang.
Bei einem Markt mit mehreren möglichen Ergebnissen werden die Kehrwerte sämtlicher Quoten addiert. Liegt ihre Summe über 100 Prozent, bildet der Überschuss die Marge des Anbieters. Sie steckt also nicht als eigener Aufschlag sichtbar neben der Quote, sondern verteilt sich auf die angebotenen Ausgänge. Für einen fairen Vergleich müssen deshalb alle Ausgänge desselben Marktes berücksichtigt werden; der Blick auf eine einzelne hohe Quote erzählt nur einen Teil der Geschichte.
Der Quotenschlüssel setzt diese Summe ins Verhältnis: Eins wird durch die Summe der Kehrwerte geteilt. Als Prozentwert gelesen, zeigt er, welcher Anteil rechnerisch in den Quoten abgebildet ist. Eine niedrigere Marge entspricht dabei einem höheren Quotenschlüssel. Bei gleichbleibender Trefferquote bedeutet sie geringere rechnerische Verluste. Das ist eine mathematische Beschreibung, keine Vorhersage für einen einzelnen Tipp.
Die Kennzahlen bleiben nicht über alle Wettbewerbe und Wettmärkte hinweg gleich. Sportart, Liga und Markt beeinflussen, wie Quoten zustande kommen und wie stark die möglichen Ausgänge auseinanderliegen. Auch die Zahl der angebotenen Ergebnisse verändert die Summe, aus der Marge und Quotenschlüssel berechnet werden. Ein Vergleich, der unterschiedliche Märkte vermischt, setzt damit verschiedene Rechengrundlagen nebeneinander.
Die Frage nach den besten Wettquoten lässt sich folglich nicht allein an einer auffälligen Zahl festmachen. Aussagekräftiger ist der Quotenschlüssel für denselben Markt und dieselben Ausgänge. Erst dann wird sichtbar, wie viel von den Quoten rechnerisch auf die möglichen Ergebnisse entfällt und wie viel in der Marge verschwindet.
Quotenboosts und Anbieter im Vergleich
Bei Quotenboosts zählen nicht nur beworbene Quoten, sondern auch deren Bedingungen: Entscheidend ist, für welche Tipps und Zeiträume ein Boost gilt und ob Einsatzlimits oder weitere Vorgaben greifen. Daneben helfen Zahlungsmethoden, Mindesteinzahlung und Auszahlungsgeschwindigkeit dabei, den praktischen Rahmen einzuschätzen. Produktmerkmale wie Livewetten oder Cash-out sowie Werkzeuge für verantwortungsvolles Spielen runden den Vergleich ab. Für eine konkrete Entscheidung sollten die jeweils geltenden Boost-Bedingungen geprüft werden.
| Anbieter | Betreiber | Auszahlungsgeschwindigkeit | Mindesteinzahlung | Zahlungsmethoden | Merkmale |
|---|---|---|---|---|---|
| Betovo | — | — | — | Revolut | Quotenboosts, E-Sport, Livewetten, Casino |
| bet365 | Hillside (Gibraltar Sports) LP | Bearbeitung in der Regel innerhalb von 2 Stunden (E-Wallets/Karten 1–4 Std., Banküberweisung 1–2 Werktage) | 10 CHF | Visa, Mastercard, Maestro, Paysafecard, Skrill … | Cash-out, Wett-Konfigurator, Quotenboosts, Casino |
| Jouez Sport | Société de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande) | bis zu 3 Werktage (Antrag Mo–Do), bis zu 6 Werktage (Antrag Fr–So) | — | TWINT, Visa | Cash-out, iOS-App |
| Sporttip | Swisslos Interkantonale Landeslotterie | 5–10 Arbeitstage | 10 CHF | TWINT, PostFinance, Kreditkarte | iOS-App, Android-App, Livewetten, Live-Statistiken |
| PMU | Swisslos und Loterie Romande in Zusammenarbeit mit PMU (Pari Mutuel Urbain, Frankreich) | bis zu 3 Werktage (Antrag Freitag bis Sonntag: bis zu 6 Werktage) | — | Mastercard | Pferdewetten |
| Frumzi | — | bis zu 3 Werktage | 10 CHF | PlayID, Kreditkarte | Livewetten, Virtuelle Sportarten, Live-Casino |
| Bahigo | Blue Pepper B.V. | sofort bis 1 Stunde | 10 € | Visa, Mastercard, Crypto | Livewetten, Virtuelle Sportarten, Casino, Live-Casino |
| Betalright | — | — | 10 CHF | Visa, Mastercard, Paysafecard, USDT | Casino, Live-Casino |
| Alawin | — | — | 10 CHF | Karte, Paysafecard, USDT | Casino, Live-Casino |
| Gransino | — | bis zu 3 Werktage | 10 CHF | Bitcoin, Ethereum | — |
Betovo
Betovo führt Quotenboosts und verbindet diese mit einem Angebot aus E-Sport, Livewetten und Casino. Als Zahlungsmethode ist Revolut aufgeführt. Für verantwortungsvolles Spielen können Selbstausschluss und eine Abkühlphase über den Kundensupport genutzt werden. Damit stehen bei Betovo neben den Boosts verschiedene Wett- und Unterhaltungsbereiche sowie zwei Möglichkeiten zur Spielpause im Mittelpunkt. Welche Bedingungen für einzelne Quotenboosts gelten, sollte vor der jeweiligen Nutzung geprüft werden.
bet365
bet365 kombiniert Quotenboosts mit Cash-out und einem Wett-Konfigurator. Zum Angebot gehört ausserdem Casino. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF; als Zahlungsmethoden sind Visa, Mastercard, Maestro, Paysafecard und Skrill genannt. Auszahlungen werden in der Regel innerhalb von zwei Stunden bearbeitet: Bei E-Wallets und Karten dauert es 1–4 Stunden, bei Banküberweisungen 1–2 Werktage. Betreiber ist Hillside (Gibraltar Sports) LP. Für die Bewertung eines Boosts sind dessen jeweilige Bedingungen massgeblich.
Jouez Sport
Jouez Sport bietet Cash-out und eine iOS-App. In Verbindung mit den Sportwetten und dem Cash-out ist Jouez Sport von der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa) lizenziert. Für Einzahlungen stehen TWINT und Visa bereit. Auszahlungsanträge von Montag bis Donnerstag werden innerhalb von bis zu 3 Werktagen bearbeitet; bei Anträgen von Freitag bis Sonntag kann es bis zu 6 Werktage dauern. Verlustlimiten und ein vorübergehender Spielausstieg von 1 Tag bis 6 Monate ergänzen die Spielerschutzfunktionen. Betreiber ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande).
Sporttip
Sporttip verbindet Livewetten mit Live-Statistiken und ist ausserdem mit einer iOS- und Android-App verfügbar. Für sein Sportwettenangebot ist Sporttip durch die Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa) lizenziert. Betreiber ist Swisslos Interkantonale Landeslotterie. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF; Einzahlungen sind per TWINT, PostFinance und Kreditkarte möglich. Auszahlungen benötigen 5–10 Arbeitstage. Verlustlimiten lassen sich für einen Tag, 7 Tage und 30 Tage separat für Sporttip festlegen. Hinzu kommen eine freiwillige Spielsperre von 1–180 Tagen und eine unbefristete Spielsperre.
PMU
PMU konzentriert sich auf Pferdewetten. Für dieses Angebot ist PMU durch die Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa) lizenziert; Betreiber sind Swisslos und Loterie Romande in Zusammenarbeit mit PMU (Pari Mutuel Urbain, Frankreich). Als Zahlungsmethode ist Mastercard angegeben. Eine Auszahlung dauert bis zu 3 Werktage; bei einem Antrag von Freitag bis Sonntag sind es bis zu 6 Werktage. Für Pferdewetten gelten verpflichtende Verlustlimiten pro Tag, Woche und Monat mit einem Höchstwert von CHF 8’000. Zusätzlich gibt es eine Einzahlungslimite und die Möglichkeit des freiwilligen Ausschlusses.
Frumzi
Frumzi bietet Livewetten, virtuelle Sportarten und Live-Casino. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF; zur Zahlung stehen PlayID und Kreditkarte bereit. Auszahlungen dauern bis zu 3 Werktage. Damit umfasst das Angebot mehrere Live- und Sportformate und verbindet sie mit zwei Zahlungswegen.
Bahigo
Bahigo verbindet Livewetten und virtuelle Sportarten mit Casino und Live-Casino. Für Einzahlungen stehen Visa, Mastercard und Crypto zur Auswahl; die Mindesteinzahlung beträgt 10 €. Auszahlungen erfolgen sofort bis innerhalb einer Stunde. Zu den Spielerschutzfunktionen zählen Einsatz- und Verlustlimits, Auszeiten von einem, sieben, 30 oder 90 Tagen sowie Selbstausschluss für ein Jahr. Betreiber ist Blue Pepper B.V. Das Profil umfasst damit sowohl mehrere Wett- und Casinobereiche als auch unterschiedliche Möglichkeiten, Einsätze zu begrenzen oder eine Pause einzulegen.
Betalright
Betalright nennt Casino und Live-Casino als Produktbereiche. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Als Zahlungsmethoden sind Visa, Mastercard, Paysafecard und USDT angegeben. Damit stehen Karten, Paysafecard und eine Kryptowährung für Einzahlungen zur Auswahl.
Alawin
Alawin führt Casino und Live-Casino. Als Zahlungsmethoden sind Karte, Paysafecard und USDT verfügbar, bei einer Mindesteinzahlung von 10 CHF. Damit stehen neben den beiden Casinobereichen drei unterschiedliche Zahlungswege im Profil. Der Einstieg lässt sich anhand des Mindestbetrags einordnen; die genannten Methoden umfassen eine Kartenoption, Paysafecard und USDT.
Gransino
Gransino ermöglicht Einzahlungen mit Bitcoin und Ethereum; der Mindestbetrag beträgt 10 CHF. Auszahlungen dauern bis zu 3 Werktage. Für einen Quotenvergleich sind die jeweiligen Sportwettenquoten und ihre Bedingungen ausschlaggebend; die Zahlungs- und Auszahlungsmerkmale geben daneben den praktischen Rahmen bei Gransino vor.
Worauf es bei Boosts ankommt
Für den Vergleich von Quotenboosts sind die konkreten Bedingungen des jeweiligen Angebots entscheidend: Sie bestimmen, für welche Tipps ein Boost gilt und welche Vorgaben damit verbunden sind. Zahlungswege, Mindesteinzahlung und Auszahlungstempo zeigen zusätzlich, wie der Anbieter zum eigenen Nutzungsverhalten passt. Livewetten, Cash-out und Spielerschutzfunktionen ergänzen das Bild, ersetzen aber nicht den Blick auf die Boost-Bedingungen.
Schweizer Konzession und die Grenzen des Angebots
Wer in der Schweiz Sportwetten um Geld anbietet, bewegt sich in einem konzessionierten Markt. Für die Ausgabe solcher Wetten im Inland sind Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport zugelassen. Die Auswahl ist damit keine offene Rangliste internationaler Marken, sondern folgt einer staatlich begrenzten Ordnung. Das Geldspielgesetz zieht eine Grenze zwischen Angeboten, die im Inland betrieben werden dürfen, und Plattformen, die diese Erlaubnis nicht besitzen.
Ausländische Wettanbieter sind für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz gesperrt und dürfen ihnen keine Sportwetten anbieten. Ein bekannter Name oder eine mehrsprachige Website ändert daran nichts. Auch ein Angebot, das technisch erreichbar scheint, ist deshalb nicht gleichbedeutend mit einem zugelassenen Angebot. Der Zugang über das Internet lässt Grenzen beiläufig wirken; die Konzession macht sie wieder sichtbar. Ein nüchterner Verwaltungsakt mit sehr praktischer Wirkung.
Die Frage nach seriösen Wettanbietern lässt sich im Schweizer Rahmen zunächst über die Zulassung einordnen: Entscheidend ist, ob der Anbieter hier konzessioniert ist. Das sagt nichts darüber aus, welche Quoten besonders attraktiv sind oder welches Angebot im Einzelnen am besten passt; solche Vergleiche gehören auf eine andere Ebene. Für die rechtliche Einordnung genügt die Unterscheidung zwischen den beiden konzessionierten Ausgabestellen und Plattformen, die in der Schweiz keine Sportwetten anbieten dürfen. Eine internationale Präsenz ist kein Ersatz für die schweizerische Bewilligung.
Auch das Alter setzt eine klare Grenze. Online-Sportwetten sind in der Schweiz erst ab 18 Jahren erlaubt. Diese Schwelle behandelt Wetten als reguliertes Geldspiel und nicht als gewöhnliche digitale Unterhaltung, bei der bloss ein Konto angelegt wird. Sie gilt unabhängig davon, ob ein Ereignis gross oder klein ist und ob die Wette am Bildschirm oder über ein anderes digitales Gerät platziert wird.
Die Begrenzung des Angebots prägt somit schon die Frage, welche Anbieter überhaupt in Betracht kommen. Wer nach den besten Wettanbietern sucht, findet hier keine beliebig erweiterbare Auswahl aus dem Ausland: Massgeblich ist, wer Sportwetten im Inland konzessioniert ausgeben darf. Die Schweizer Ordnung hält den Markt eng umrissen. Das ist weniger ein Urteil über die Qualität einzelner Wettangebote als eine Aussage darüber, wer sie hier anbieten darf.
Ohne Registrierung, aber nicht ohne Folgen
Ein Wettkonto, das sich ohne aufwendige Anmeldung eröffnen lässt, wirkt auf den ersten Blick wie eine Abkürzung: weniger Angaben, weniger Hürden, schneller zum Tipp. Für Schweizerinnen und Schweizer verschwindet damit jedoch weder die steuerliche Einordnung eines Gewinns noch das Risiko, dass eine Auszahlung ausbleibt. Der entscheidende Punkt ist nicht, wie viele Formulare eine Plattform verlangt, sondern ob der Anbieter eine Schweizer Konzession besitzt.
Gewinne bei ausländischen Wettanbietern sind in der Schweiz grundsätzlich vollständig als Einkommen steuerpflichtig. Das gilt auch dann, wenn der Wohnsitz der spielenden Person in der Schweiz liegt, und unabhängig davon, wie hoch der Gewinn ausfällt. Eine Plattform, die mit einem Angebot ohne Registrierung oder mit einem vermeintlich steuerfreien Spiel wirbt, ändert daran nichts. Auch die Bezeichnung «international» schafft keinen eigenen steuerlichen Status.
Anders werden Gewinne bei Anbietern mit Geschäftssitz in der Schweiz behandelt: Sie sind bis zu CHF 1’070’400 von der Verrechnungs- und Einkommenssteuer befreit. Für ausländische Angebote gilt diese Grenze nicht. Wer dort gewinnt, muss den Betrag grundsätzlich als Einkommen versteuern. Die Vorstellung, ein kleiner Gewinn falle automatisch aus der Steuerpflicht, passt deshalb nicht zu der geltenden Regel. Eine besondere Freigrenze für ausländische Wettgewinne besteht in diesem Rahmen nicht.
Der Unterschied zwischen einer Registrierung und ihrer Abwesenheit ist dabei leicht zu überschätzen. Weniger sichtbare Formalitäten bedeuten nicht, dass eine Plattform die Schweizer Regeln umgehen oder einen Gewinn steuerfrei stellen könnte. Ebenso wenig wird ein Angebot dadurch zu einer verlässlichen Zahlstelle. Bei nicht konzessionierten ausländischen Anbietern greift der Schweizer Spielerschutz nicht; eine Auszahlung ist nicht garantiert. Wer seine Identität oder Zahlungsdaten erst später angeben soll, erhält dadurch keine zusätzliche Sicherheit für den Fall eines Konflikts.
Bleibt ein Gewinn aus, sind die praktischen Möglichkeiten begrenzt. Bei Streitigkeiten mit einem ausländischen Anbieter haben Schweizer Kundinnen und Kunden kaum rechtliche Mittel, eine Auszahlung durchzusetzen. Eine Beschwerde kann den Vorgang zwar dokumentieren, sie ersetzt aber weder eine gesicherte Auszahlung noch schafft sie automatisch eine zuständige Schweizer Stelle, die den ausländischen Anbieter zur Zahlung verpflichten kann. Das finanzielle Risiko umfasst damit mehr als den möglichen Verlust eines Tipps: Auch ein bereits angezeigtes Guthaben kann sich als schwer durchsetzbare Forderung erweisen.
Bei nicht bewilligten Online-Wetten kann zudem der Einsatz verloren gehen. Das ist keine blosse Nebenbedingung eines besonders schlanken Anmeldeverfahrens, sondern Teil des Risikos, das mit dem Spiel bei einem Anbieter ohne Schweizer Konzession verbunden ist. Der scheinbar kleine Vorteil, zunächst weniger Daten anzugeben, steht damit einer unsicheren Auszahlung und einer ungünstigen Ausgangslage bei Streitfällen gegenüber.
Für die Steuer bleibt ebenfalls kein Schlupfloch durch den Aufenthaltsort der Plattform. Ein Gewinn aus dem Ausland ist auch dann vollumfänglich zu versteuern, wenn die Wette von einer Person mit Wohnsitz in der Schweiz platziert wurde. Wer verschiedene Konten oder Zahlungswege nutzt, verändert damit nicht die Herkunft des Gewinns. Die steuerliche Pflicht folgt dem Gewinn und der Anbieterstruktur, nicht dem Komfort der Registrierung.
Gerade das Wort «ohne» klingt nach einer Erleichterung: ohne Anmeldung, ohne Steuer, ohne Aufwand. Bei ausländischen Wettangeboten beschreibt es allenfalls die Hürde beim Einstieg. Für den späteren Umgang mit Gewinnen, offenen Auszahlungen und Streitigkeiten ist es kein Schutz.
Marge, Boosts und der Glanz der Adventsaktionen
Eine hohe Quote wirkt wie ein Versprechen, ist aber zunächst nur eine Zahl für einen bestimmten Markt. Wie viel davon beim Wettenden ankommt, hängt auch von der Marge ab. Diese fällt nicht in jeder Sportart und bei jedem Ereignis gleich aus: Für einzelne Angebote können bei Topfussball Margen von zwei bis vier Prozent, bei Eishockey und Tennis-Challengern von fünf bis sieben Prozent und bei Langzeitwetten Werte bis zu 25 Prozent angesetzt sein. Solche Spannen sind keine feste Eigenschaft einer Sportart. Entscheidend bleiben der konkrete Wettmarkt und die Bedingungen des jeweiligen Angebots.
Bei gleichbleibender Trefferquote verringert eine niedrigere Marge den rechnerischen Verlust. Darum genügt es für einen Vergleich nicht, nur auf die auffälligste Quote zu schauen: Andere Märkte desselben Anbieters können anders kalkuliert sein, und ein besonders guter Wert bei einem einzelnen Tipp sagt wenig über das gesamte Angebot aus. Auch ein Test, der hohe Quoten hervorhebt, beantwortet für sich genommen nicht, ob die Darstellung vollständig oder die Aktion fair beschrieben ist. Bei einem Betrugsverdacht zählen überprüfbare Angaben und nachvollziehbare Bedingungen mehr als ein werblicher Superlativ. Irreführende kommerzielle Kommunikation ist in der Schweiz verboten.
Quotenboosts sind eine verbreitete Aktionsform, doch ihre konkrete Ausgestaltung unterscheidet sich. Eine erhöhte Quote sollte deshalb zusammen mit den geltenden Bedingungen gelesen werden: Für welche Auswahl gilt sie, und welche Einschränkungen enthält das Angebot? Der Glanz einer angehobenen Zahl ersetzt diese Prüfung nicht. Knapp kalkuliert.
Adventskalender verbinden diese Werbelogik mit einem vertrauten Ritual: Hinter einem Türchen wird eine tägliche Überraschung erwartet. Bei Wettaktionen kann daraus ein Anlass werden, einzelne Angebote besonders sichtbar zu machen. Daraus folgt jedoch weder, dass ein bestimmter Anbieter einen Kalender führt, noch dass jede darin beworbene Quote tatsächlich die beste verfügbare ist. Massgeblich sind die konkreten Teilnahmebedingungen. Sind Bonusbedingungen nicht innerhalb des festgelegten Bonuszeitraums erfüllt, können der Bonus und damit erzielte Gewinne verfallen. Die dekorative Hülle ändert daran nichts.
Ein sinnvoller Vergleich fragt daher nach dem jeweiligen Markt, der Marge und den Bedingungen einer Aktion. Die Zahl auf dem Werbebanner ist nur der Anfang der Rechnung.
Cash-out, Gratisguthaben und das Risiko mehrerer Tipps
Eine Einzelwette bündelt eine Auswahl und einen Einsatz. Ihre Gewinnchance hängt daran, ob genau dieser Tipp aufgeht. Bei einer Kombiwette werden mehrere Auswahlen zu einer gemeinsamen Wette verbunden: Gewonnen ist sie nur, wenn sämtliche Tipps richtig sind. Jeder zusätzliche Tipp macht den möglichen Gewinn verlockender, aber auch das Scheitern wahrscheinlicher. Das Risiko wächst dabei exponentiell.
Auch die Marge bleibt nicht einfach dieselbe. Bei einer Kombiwette vervielfacht sich der Einfluss der Buchmachermarge mit jeder Auswahl. Eine hohe Gesamtquote kann daher den Eindruck eines besonders lohnenden Tipps erwecken, ohne für sich genommen etwas über dessen tatsächliche Attraktivität auszusagen. Für die Beurteilung zählt die gesamte Konstruktion: Mehrere Einzelereignisse werden zu einer Wette, deren Bedingungen gemeinsam erfüllt sein müssen.
Systemwetten setzen anders an. Sie bilden aus mehreren Auswahlen verschiedene Kombinationen. Dadurch kann ein Teil der Wette Gewinn bringen, obwohl nicht jeder Tipp stimmt. Das unterscheidet sie von der Kombiwette, bei der ein falscher Tipp den Gewinn der gesamten Kombination verhindert. Die zusätzliche Struktur ist allerdings kein Schutz vor Verlusten: Sie verändert, wie die Auswahlen miteinander verbunden werden, und damit auch den Einsatz, der auf die einzelnen Kombinationen entfällt.
Cash-out bezeichnet ein Angebot, eine offene Wette vorzeitig zu einem vom Anbieter berechneten Betrag abzuschliessen. Dieser Betrag richtet sich nach den dann geltenden Quoten und enthält die Marge des Anbieters. Die Möglichkeit ist freiwillig, kann je nach Wettmarkt fehlen oder während eines laufenden Ereignisses ausgesetzt werden. Sie ist damit weder eine feste Eigenschaft jeder Wette noch ein verlässlicher Weg, einen Gewinn zu sichern.
Auch Gratisguthaben sagt allein wenig über den möglichen Nutzen aus. Bei einem Bonus können Einsatzbedingungen gelten; werden sie nicht innerhalb des dafür vorgesehenen Zeitraums erfüllt, können Bonus und damit erzielte Gewinne verfallen. Entscheidend sind deshalb die konkreten Bedingungen, nicht die Bezeichnung des Guthabens. Gerade bei mehreren Tipps bleibt die Rechenarbeit nüchtern: Eine lange Kombi und ein freundliches Angebot ändern nichts daran, dass jede zusätzliche Auswahl das Risiko erhöht.
Muss ich Wettgewinne in der Schweiz versteuern?
Bei ausländischen Wettanbietern musst du Gewinne grundsätzlich vollständig als Einkommen versteuern, unabhängig von der Höhe. Bei Anbietern mit Geschäftssitz in der Schweiz sind Gewinne bis zu CHF 1'070'400 von der Verrechnungs- und Einkommenssteuer befreit.
Was ist die rechtliche Lage der Sportwetten in der Schweiz?
In der Schweiz dürfen Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport konzessioniert Sportwetten im Inland anbieten.
Welche Wettmärkte haben die höchsten Margen?
Bei Langzeitwetten können die Margen bis zu 25 Prozent betragen. Zum Vergleich: Bei Topfussball liegen sie typischerweise bei 2 bis 4 Prozent.
Warum sind Kombiwetten riskanter als Einzelwetten?
Bei einer Kombiwette müssen alle Tipps stimmen, damit du gewinnst; mit jeder zusätzlichen Auswahl steigt das Risiko. Zudem multipliziert sich die Marge des Buchmachers mit jeder Auswahl.
Wettarten & Quoten: Märkte und Berechnung
Inhalt erstellt vom Team «onlinewettenguidech.com»



