Die Million als Grenze zwischen Gewinn und Steuer

Updated November 2026
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Bei Grossspielen entscheidet die Einordnung über die Steuerfreiheit; die Schwelle gilt für den einzelnen Gewinn und nicht für jede Wette.

Hände an einem Tisch mit Schweizer Franken in einem Bergcafé

Die Grundregel: Steuerfreiheit hat eine Grenze

Bei Grossspielen ist die Steuerfreiheit an einen klaren Betrag gebunden: Gewinne bis zu einer Million Schweizer Franken bleiben steuerfrei. Erst wenn ein Gewinn diese Schwelle überschreitet, kommt die Verrechnungssteuer ins Spiel. Der Betrag wirkt zunächst wie eine einfache Trennlinie. Er ordnet jedoch nicht bloss eine Zahl, sondern auch die staatliche Haltung zu Geldspielgewinnen: Ein erheblicher Gewinn wird nicht automatisch als gewöhnliches Einkommen behandelt, doch die Befreiung gilt nicht unbegrenzt.

Der Freibetrag bezieht sich auf den einzelnen Gewinn aus einem Grossspiel. Die Grenze ist daher keine allgemeine Zusage, dass jede Art von Wette oder jedes Geldspiel bis zu diesem Betrag steuerfrei bleibt. Welche Regeln auf eine konkrete Teilnahme zutreffen, hängt davon ab, ob sie rechtlich als Grossspiel eingeordnet wird. Für den ersten Überblick genügt die Grundregel: Bei einem solchen Spiel setzt die Verrechnungssteuer erst oberhalb der Millionengrenze ein.

Die Schwelle hat eine nüchterne Wirkung. Ein Gewinn unterhalb davon löst nach dieser Regel keine Verrechnungssteuer aus; ein Gewinn darüber fällt in den Bereich, in dem die Steuer relevant wird. Eine genaue Berechnung der Belastung lässt sich aus der Grenze allein nicht ableiten. Sie ist zunächst ein Orientierungspunkt, kein vollständiger Steuerbescheid. Wer die Zahl liest, sollte sie deshalb nicht mit einer pauschalen Steuerfreiheit für sämtliche Glücksspielgewinne verwechseln.

Dass eine solche Grenze überhaupt gezogen wird, zeigt, wie der Staat grosse Spielgewinne einordnet. Der Gewinn wird nicht allein danach beurteilt, dass Geld zufliesst. Bei Grossspielen setzt das Steuerrecht einen Bereich fest, in dem der Betrag steuerfrei bleibt, und markiert darüber einen Übergang zur Verrechnungssteuer. Die Grenze ist weder eine Empfehlung zur Höhe eines Einsatzes noch eine Aussage darüber, wie wahrscheinlich ein hoher Gewinn ist. Sie beschreibt eine steuerliche Behandlung, nicht die Eigenschaften des Spiels.

Für Sportwetten ist diese allgemeine Regel der Ausgangspunkt, sofern es sich um Gewinne aus Grossspielen handelt. Die Begriffe sollten dabei nicht ineinanderfliessen: „steuerfrei wetten“ klingt nach einer Eigenschaft der Wette selbst, während die Regel den Gewinn und seine Einordnung betrifft. Auch die Frage, ob Wettgewinne steuerfrei sind, lässt sich deshalb nicht allein mit einem Ja oder Nein beantworten. Bei Grossspielen gilt die Millionengrenze; jenseits davon wird die Verrechnungssteuer relevant.

Im Alltag wird aus einer gesetzlichen Schwelle leicht eine griffige Formel: bis zu einer Million steuerfrei, darüber steuerpflichtig. Als Kurzformel taugt sie, solange der Bezug zu Grossspielen erhalten bleibt. Ohne diesen Bezug könnte sie den Eindruck erwecken, jede Wette folge derselben Ordnung. Das tut die Grundregel nicht. Sie liefert den Rahmen für die Einordnung, während die konkrete Behandlung von der Art des Geldspiels abhängt.

Damit steht der Kern fest: Grossspielgewinne bleiben bis zu einer Million Schweizer Franken von der Verrechnungssteuer ausgenommen. Überschreitet der Gewinn diesen Freibetrag, greift die Verrechnungssteuer. Mehr besagt die Grundregel an dieser Stelle nicht; sie markiert die Grenze, an der die steuerliche Betrachtung eine andere wird.

Anbieter für steuerfreie Wettgewinne vergleichen

Für das Thema steuerfreier Sportwettengewinne zählen zunächst die Bedingungen, unter denen Gewinne entstehen und ausgezahlt werden; die Eigenschaften eines Anbieters allein entscheiden jedoch nicht über die steuerliche Behandlung. Im Vergleich helfen deshalb konkrete Angaben zur Auszahlungsgeschwindigkeit, zu Zahlungsmethoden und Mindesteinzahlung sowie zu Wettangeboten und Funktionen. Ebenso relevant sind Werkzeuge für verantwortungsvolles Spielen. Bonusangebote und ihre Bedingungen sollten nur dann einbezogen werden, wenn sie konkret beurteilt werden können.

Anbieter Auszahlungsgeschwindigkeit Mindesteinzahlung Zahlungsmethoden Merkmale
Sporttip 5–10 Arbeitstage 10 CHF TWINT, PostFinance, Kreditkarte Livewetten, Live-Statistiken, iOS-App, Android-App
Jouez Sport bis zu 3 Werktage (Antrag Mo–Do), bis zu 6 Werktage (Antrag Fr–So) — TWINT, Visa Cash-out, iOS-App
Frumzi bis zu 3 Werktage 10 CHF PlayID, Kreditkarte Livewetten, Virtuelle Sportarten, Live-Casino
Alawin — 10 CHF Karte, Paysafecard, USDT Casino, Live-Casino
Rabona — 10 CHF PlayID, Karte, Paysafecard Livewetten, Casino
Playio — 10 CHF Visa, Mastercard, Paysafecard Casino, Live-Casino
Spinanga bis zu 3 Werktage 10 CHF PlayID, Kreditkarte Wett-Konfigurator, Frühe Auszahlung
22BET — — Visa, Mastercard, Skrill, Neteller Livewetten, E-Sport, Virtuelle Sportarten, Casino
Betalright — 10 CHF Visa, Mastercard, Paysafecard, USDT Casino, Live-Casino
Casinozer 24–48 Stunden nach Verifizierung — — E-Sport, Casino

Sporttip

Sporttip verbindet Livewetten und Live-Statistiken mit mehreren Werkzeugen für verantwortungsvolles Spielen. Im Angebot mit iOS- und Android-App wird die Lizenz der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa) geführt. Einzahlungen sind ab 10 CHF möglich; dafür stehen TWINT, PostFinance und Kreditkarte zur Verfügung. Die Auszahlung dauert 5–10 Arbeitstage. Für Sporttip lassen sich Verlustlimiten für einen Tag sowie für 7 und 30 Tage separat festlegen. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Spielsperre von 1–180 Tagen oder eine unbefristete Spielsperre.

Jouez Sport

Jouez Sport bietet Cash-out und eine iOS-App; die Lizenz stammt von der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa). Für Einzahlungen stehen TWINT und Visa bereit. Auszahlungsanträge von Montag bis Donnerstag werden innerhalb von bis zu 3 Werktagen bearbeitet, Anträge von Freitag bis Sonntag innerhalb von bis zu 6 Werktagen. Verlustlimiten ergänzen die Spielerschutzfunktionen.

Frumzi

Frumzi kombiniert Livewetten mit virtuellen Sportarten und Live-Casino. Für Sportwetten sind damit sowohl Live- als auch virtuelle Angebote Teil des Produktmixes. Auszahlungen dauern bis zu 3 Werktage. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF; als Zahlungsmethoden werden PlayID und Kreditkarte angeboten. Die genannten Produktmerkmale und Zahlungsoptionen bilden die zentralen Vergleichspunkte.

Alawin

Alawin hebt sich mit Casino und Live-Casino als Ergänzung zu seinem Angebot hervor. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Zur Einzahlung stehen Karte, Paysafecard und USDT zur Verfügung. Damit lässt sich das Angebot anhand der drei genannten Zahlungsmethoden und der Casino-Funktionen einordnen.

Rabona

Rabona verbindet Livewetten mit Casino und deckt damit Sportwetten in Echtzeit sowie Casino-Angebote ab. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF. Als Zahlungsmethoden werden PlayID, Karte und Paysafecard angeboten. Diese Kombination aus Livewetten, ergänzendem Casino und drei Zahlungsoptionen bietet konkrete Anhaltspunkte für den Produktvergleich.

Playio

Playio setzt bei den Produktmerkmalen auf Casino und Live-Casino. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Einzahlungen sind mit Visa, Mastercard oder Paysafecard möglich. Damit stehen neben den beiden Casino-Angeboten drei benannte Zahlungswege zur Auswahl. Für den Vergleich lässt sich Playio anhand seiner Spielauswahl, der Mindesthöhe für eine Einzahlung und der Karten- beziehungsweise Paysafecard-Optionen beschreiben.

Spinanga

Spinanga bietet einen Wett-Konfigurator und eine Funktion für frühe Auszahlung. Die Auszahlung kann bis zu 3 Werktage dauern. Einzahlungen sind ab 10 CHF möglich; als Wege dafür nennt das Angebot PlayID und Kreditkarte. Der Wett-Konfigurator und die Möglichkeit einer frühen Auszahlung sind die prägenden Produktmerkmale. Für den Vergleich rund um Sportwettengewinne kommen damit konkrete Angaben zu Funktionen, Zahlungsoptionen, Mindesteinzahlung und Auszahlungsdauer zusammen.

22BET

22BET kombiniert Livewetten mit E-Sport, virtuellen Sportarten und Casino. Für Einzahlungen werden Visa, Mastercard, Skrill und Neteller genannt. Als Spielerschutzfunktion gibt es self-exclusion: Das Konto kann geschlossen oder das Glücksspiel für 1 Monat, 6 Monate oder 1 Jahr eingeschränkt werden. Die Produktbreite umfasst damit neben Livewetten auch E-Sport und virtuelle Sportarten.

Betalright

Betalright führt Casino und Live-Casino. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Einzahlungen sind mit Visa, Mastercard, Paysafecard oder USDT möglich. Damit stehen zwei Casino-Formate und vier angegebene Zahlungsmethoden im Angebot.

Casinozer

Casinozer nennt E-Sport und Casino als Produktmerkmale. Nach der Verifizierung dauert eine Auszahlung 24–48 Stunden. Damit stehen bei diesem Anbieter neben Casino auch E-Sport-Angebote im Vordergrund, während die angegebene Auszahlungsdauer einen konkreten Anhaltspunkt zum Geldtransfer liefert. Für einen Vergleich im Zusammenhang mit Sportwettengewinnen lässt sich Casinozer anhand dieser Produktmerkmale und der Auszahlung nach Verifizierung beschreiben.

Was beim Vergleich zählt

Die steuerliche Einordnung eines Gewinns und die Eigenschaften eines Wettanbieters sind zwei verschiedene Fragen. Für die Auswahl lassen sich hier vor allem Auszahlungsdauer, Einzahlungsmöglichkeiten, Mindesteinzahlung, Produktfunktionen und Spielerschutzwerkzeuge gegenüberstellen. Welche dieser Eigenschaften wichtig ist, hängt davon ab, ob schnelle Auszahlungen, bestimmte Zahlungswege oder zusätzliche Funktionen den Ausschlag geben.

Sportwetten: Was oberhalb des Freibetrags geschieht

Sportwetten gehören zu den Grossspielen, wenn der Gewinn davon abhängt, dass der Verlauf oder Ausgang eines Sportereignisses richtig vorhergesagt wurde. Für solche Gewinne gilt eine klare Schwelle: Bis zu einer Million Franken bleibt der Gewinn steuerfrei. Wird sie überschritten, fällt die Besteuerung nicht rückwirkend auf den gesamten Betrag an. Erfasst wird nur der Anteil oberhalb des Freibetrags.

Damit unterscheidet sich die steuerliche Rechnung von einer Vorstellung, nach der ein einziger hoher Gewinn plötzlich vollständig steuerpflichtig würde. Der Freibetrag bleibt bestehen; die Steuer setzt erst dort ein, wo der Gewinn ihn übersteigt. Bei einem Betrag knapp oberhalb der Schwelle betrifft sie entsprechend nur den kleinen übersteigenden Teil. Je weiter ein Gewinn darüber liegt, desto grösser ist der Anteil, der in die Besteuerung fällt.

Die Regel macht aus einer runden Grenze keine pauschale Abgabe auf den gesamten Gewinn. Sie behandelt den steuerfreien Teil weiterhin als solchen und unterwirft allein den darüberliegenden Gewinnanteil der Besteuerung. Das ist für die Einordnung wichtig: Die Frage lautet nicht bloss, ob eine Sportwette steuerfrei ist, sondern welcher Teil eines Grossspielgewinns die Grenze überschreitet.

Der genaue Steuerbetrag lässt sich aus der Schwelle allein allerdings nicht ablesen. Wie viel auf den übersteigenden Anteil entfällt, hängt vom Kanton ab. Eine Million Franken markiert deshalb den Beginn der Besteuerung, nicht einen überall identischen Endbetrag. Zwei gleich hohe Gewinne oberhalb dieser Marke können je nach kantonaler Veranlagung zu unterschiedlichen Steuerbeträgen führen. Eine Rechnung, die allein den Freibetrag kennt, bleibt also unvollständig.

Auch die Formulierung «anteilsmässig versteuert» ist wörtlich zu nehmen. Sie beschreibt eine Aufteilung des Gewinns in einen steuerfreien und einen steuerpflichtigen Teil, nicht einen Wechsel, bei dem die Schwelle den ganzen Betrag erfasst. Oberhalb der Million bleibt der bis dahin steuerfreie Anteil ausserhalb der Besteuerung. Die kantonale Berechnung betrifft den Teil, der darüber hinausgeht.

Sportwetten sind dabei kein Sonderfall mit einer eigenen höheren Grenze. Als Grossspiele folgen sie der Grossspiel-Regel, sofern der Gewinn aus einer solchen Wette stammt. Die bekannte Verbindung von sportlicher Prognose und Geldgewinn ändert an der Schwelle nichts: Ein erfolgreicher Tipp kann klein oder aussergewöhnlich hoch ausfallen, doch für die Steuerfrage zählt, ob der Gewinn die Million übersteigt und in welcher Höhe.

Die Grenze setzt eine politische Markierung: Ein erheblicher Gewinn wird nicht schon wegen seiner Herkunft aus einem Spiel vollständig dem steuerbaren Einkommen zugerechnet. Erst jenseits des festgelegten Betrags greift die Besteuerung, und auch dann nur auf den übersteigenden Anteil. Die konkrete Belastung bleibt kantonal geprägt. Wer den steuerpflichtigen Teil eines grossen Sportwettengewinns bestimmen will, muss daher zwei Dinge auseinanderhalten: den festen Freibetrag von einer Million Franken und die kantonale Berechnung für den Betrag darüber.

Schweizer oder ausländischer Anbieter: eine steuerliche Trennlinie

Bei Sportwetten hängt die steuerliche Behandlung nicht allein davon ab, wo ein Spiel stattfindet. Auch der Geschäftssitz des Anbieters ist massgeblich. Für Gewinne bei Anbietern mit Sitz in der Schweiz gilt ein Freibetrag von CHF 1’070’400. Wer sich fragt, ob Sportwetten-Gewinne steuerfrei sind, muss deshalb zuerst diese Zuordnung beachten: Die Grenze gilt für die erfassten Gewinne bei Schweizer Anbietern, nicht pauschal für jede Wette, die von der Schweiz aus abgeschlossen wird.

Der Betrag liegt über der allgemein genannten Grenze von einer Million Franken. Für die konkrete Einordnung dieser Anbieter ist jedoch der Freibetrag von CHF 1’070’400 ausschlaggebend. Bis zu dieser Höhe bleiben die Gewinne steuerfrei; erst ein darüberliegender Betrag wird steuerlich relevant. Der Geschäftssitz bildet damit eine Grenze, die sich nicht aus dem Sportereignis selbst ergibt. Ein Fussballspiel kann auf einem anderen Kontinent stattfinden, während die steuerliche Einordnung an den Sitz des Wettanbieters anknüpft.

Anbieter mit Sitz in der Schweiz

Gewinne bleiben bis zu einem Freibetrag von CHF 1'070'400 steuerfrei.

Anbieter mit Sitz im Ausland

Gewinne müssen vollumfänglich versteuert werden; es gibt keinen Freibetrag.

Bei einem Anbieter aus dem Ausland fällt die Beurteilung anders aus. Solche Gewinne müssen vollständig versteuert werden; ein Freibetrag von CHF 1’070’400 kann dafür nicht geltend gemacht werden. Das gilt auch dann, wenn die Spielteilnahme im Ausland stattgefunden hat. Der Ort des Wettens hebt die steuerliche Folge also nicht auf. Für die Frage, ob Sportwetten steuerfrei sind, genügt es daher nicht, nur auf den Einsatzort oder den Sport zu schauen.

Diese Unterscheidung beschreibt die steuerliche Behandlung, nicht eine Empfehlung für ausländische Angebote. Ein ausländischer Geschäftssitz macht einen Anbieter nicht zu einem zugelassenen Angebot für den Schweizer Markt. Steuerpflicht und Zulässigkeit sind zwei verschiedene Fragen: Aus der Besteuerung eines Gewinns folgt keine Erlaubnis, die betreffende Plattform in der Schweiz zu nutzen. Die steuerliche Einordnung setzt also keine Marktfreigabe voraus.

Die Trennlinie lässt sich nüchtern ziehen: Gewinne bei Anbietern mit Geschäftssitz in der Schweiz fallen unter den höheren Freibetrag; Gewinne aus dem Ausland sind vollumfänglich steuerbar, selbst wenn die Wette dort abgegeben wurde. Wer „Sportwetten steuerfrei“ als allgemeine Regel versteht, übersieht diese Sitzfrage. Der Anbieterstandort verändert die steuerliche Behandlung wesentlich stärker als der Ort, an dem der Ball rollt.

Steuerfrei heisst nicht unsichtbar

Steuerfreiheit und Deklaration gehören in der Schweiz nicht in dieselbe Schublade. Ein Geldspielgewinn kann steuerfrei sein und trotzdem in der Steuererklärung erscheinen müssen. Für Gewinne aus Lotterien, Glücksspielen und Geschicklichkeitsspielen gilt die Deklarationspflicht auch dann, wenn der Gewinn steuerlich nicht belastet wird. Die Einordnung als steuerfrei hebt die Pflicht zur Angabe also nicht auf.

Der vorgesehene Ort ist das Wertschriftenverzeichnis. Dort werden die Gewinne aufgeführt, obwohl ein Lotterielos oder ein Wettschein kein Wertpapier ist. Die Steuererklärung ordnet solche Beträge nach ihrer steuerlichen Behandlung ein, nicht nach dem Gegenstand, mit dem sie erzielt wurden. Das Formular folgt seiner eigenen Ordnung. Für manche wirkt die Rubrik deshalb zunächst überraschend.

Steuerfreie Geldspielgewinne sind in der Steuererklärung als solche unter «nicht steuerbare Einkünfte» zu deklarieren. Damit bleibt sichtbar, dass ein Gewinn erzielt wurde, während zugleich seine steuerliche Kategorie festgehalten wird. Eine Angabe in der Erklärung bedeutet folglich nicht automatisch, dass der Betrag steuerbares Einkommen ist. Wer fragt, ob Wettgewinne steuerfrei sind, muss daher zwei Fragen auseinanderhalten: ob der Gewinn besteuert wird und an welcher Stelle er anzugeben ist.

Diese Trennung ist mehr als Formulartechnik. Die Steuererklärung bildet nicht bloss jene Einnahmen ab, die am Ende zu einer Steuer führen. Sie erfasst auch Sachverhalte, deren steuerliche Behandlung anders ausfällt. Bei Geldspielgewinnen wird die Grenze zwischen «angeben» und «versteuern» besonders leicht verwischt, weil im Alltag beides oft als dasselbe verstanden wird. Im amtlichen Verfahren sind es verschiedene Schritte.

Für steuerfreie Gewinne bleibt die Deklaration somit Teil der ordentlichen Erklärung. Der Eintrag im Wertschriftenverzeichnis macht die Herkunft und Behandlung des Betrags nachvollziehbar; die Kennzeichnung als nicht steuerbare Einkünfte hält fest, dass daraus nicht allein wegen der Angabe steuerbares Einkommen wird. Auch ein Gewinn, der im Ergebnis steuerfrei bleibt, verschwindet nicht aus der steuerlichen Erfassung.

Das gilt nicht nur für einen bestimmten Typ von Ziehung oder Spiel. Erfasst sind Gewinne aus Lotterien, Glücksspielen und Geschicklichkeitsspielen, einschliesslich jener, die steuerfrei sind. Die Kategorie beschreibt hier den Weg durch die Steuererklärung, nicht die Höhe einer allfälligen Belastung. So bleibt die Deklaration vollständig, ohne steuerfreie Geldspielgewinne mit steuerpflichtigen Einkünften gleichzusetzen.

Online-Sportwetten in der Schweiz: Gewinn und Bewilligung

Bei Sportwetten hängt der mögliche Gewinn davon ab, ob die Vorhersage zum Verlauf oder Ausgang eines Sportereignisses stimmt. Damit gehören sie zu den Geldspielen: Ein Tipp wird auf ein Ereignis gesetzt, dessen Ergebnis noch offen ist. Am Kiosk erworbene Wettscheine und online abgeschlossene Wetten fallen steuerlich grundsätzlich unter dieselbe Regel. Gewinne daraus bleiben bis zu einer Million Franken steuerfrei; steuerpflichtig ist nur der Teil, der darüber hinausgeht.

Die technische Form des Tipps verändert diese Einordnung nicht. Ob ein Wettschein an einer Verkaufsstelle ausgefüllt oder eine Wette über das Internet platziert wird, sagt für sich genommen nichts über die Höhe des steuerfreien Gewinns aus. Die Grenze knüpft an den Gewinn an, nicht an den Bildschirm oder das Papier.

Bei Online-Angeboten kommt jedoch eine andere Frage hinzu: ob sie in der Schweiz bewilligt sind. Ausländische Wettanbieter dürfen ihre Dienste hier nicht anbieten; auch nicht bewilligte Online-Wetten können für die spielende Person Folgen haben. Der Einsatz kann verloren gehen. Im Zusammenhang mit einem Strafverfahren gegen einen illegal tätigen Veranstalter können Behörden ihn zudem einziehen. Bei Streitigkeiten mit einem nicht bewilligten Anbieter fehlt die rechtliche Absicherung. Ein angezeigter Kontostand schafft daran keine Änderung.

Die Steuerregel und die Bewilligung beantworten somit verschiedene Fragen. Die erste betrifft die Behandlung eines Gewinns aus einer Sportwette; die zweite betrifft, ob das Angebot überhaupt rechtmässig betrieben werden darf. Steuerfreiheit macht ein unbewilligtes Angebot nicht zulässig, und ein möglicher Streit über den Einsatz verschwindet nicht dadurch, dass ein Gewinn unter der steuerfreien Grenze liegt. Sportwetten bleiben zudem Geldspiele, keine Geldanlage und kein verlässlicher Weg zu regelmässigem Einkommen.

Einzelgewinn, Einsatzkosten und die tatsächliche Steuerlast

Für die Berechnung zählt jeder Gewinn für sich. Mehrere Treffer innerhalb derselben Steuerperiode werden nicht zu einer Gesamtsumme addiert, die gemeinsam beurteilt würde. Ein hoher Einzelgewinn bleibt daher der Bezugspunkt; weitere Gewinne verändern seine Bemessung nicht durch blosse Addition. Die Steuerperiode bildet den zeitlichen Rahmen der Veranlagung, aber keine Sammelkasse für einzelne Spielausgänge.

Bei bestimmten steuerpflichtigen Einkünften aus der Teilnahme an Geldspielen lassen sich Einsatzkosten abziehen. Der Abzug beträgt fünf Prozent der Bruttoerlöse, ist jedoch auf 5’000 Franken je Gewinn begrenzt. Die Regel verbindet den Abzug mit dem einzelnen steuerpflichtigen Ertrag: Sie schafft keine pauschale Verrechnung sämtlicher Einsätze mit sämtlichen Gewinnen. Auch wer in einer Periode mehrere Gewinne erzielt hat, berechnet den möglichen Abzug für jeden betroffenen Gewinn gesondert.

Damit hängt die tatsächliche steuerliche Bemessung an zwei Fragen: Welcher einzelne Gewinn wird betrachtet, und fallen bei diesem steuerpflichtigen Einkommen abzugsfähige Einsatzkosten an? Der prozentuale Ansatz bezieht sich auf die Bruttoerlöse; der Höchstbetrag begrenzt, wie viel pro Gewinn berücksichtigt werden kann. Ein höherer Einsatz führt deshalb nicht automatisch zu einem gleich hohen Abzug. Die Grenze ist Teil der Rechnung, nicht eine unverbindliche Orientierung.

Das wirkt nüchtern, fast buchhalterisch. Geldspiele erzählen gern von einem einzigen grossen Moment; die steuerliche Rechnung zerlegt ihn in einzelne Positionen und zieht den Einsatz nur im vorgesehenen Rahmen ab. Für die Ermittlung des steuerbaren Betrags bleibt daher der jeweilige Gewinn massgeblich, nicht die Bilanz aller Spielresultate einer Steuerperiode.

Sind Gewinne aus Online-Sportwetten in der Schweiz steuerfrei?

Ja, Gewinne bei zugelassenen Schweizer Wettplattformen sind bis zu einer Million Franken steuerfrei. Gewinne bei Anbietern aus dem Ausland müssen dagegen vollumfänglich versteuert werden.

Was passiert steuerlich, wenn mein Sportwettengewinn über einer Million Franken liegt?

Steuerpflichtig ist nur der Teil des Gewinns, der über einer Million Franken liegt. Wie hoch die Steuer darauf ausfällt, hängt vom Kanton ab.

Muss ich bei einem Gewinn über einer Million den ganzen Betrag versteuern?

Nein, steuerpflichtig ist nur der Betrag oberhalb der Millionengrenze. Der Anteil bis zu einer Million Franken bleibt steuerfrei.

Muss ich steuerfreie Sportwettengewinne in der Steuererklärung angeben?

Ja, Lotterie- und Glücksspielgewinne müssen in der Steuererklärung angegeben werden, auch wenn sie steuerfrei sind. Steuerfreie Geldspielgewinne kannst du unter «nicht steuerbare Einkünfte» deklarieren.

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Inhalt erstellt vom Team «onlinewettenguidech.com»